Maria Dunz

Maria Dunz (Allgäu-Gymnasium, Kempten, zuvor: Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und Landes NRW, Remscheid)
Diversität: Andersartigkeit als Normalität – Plädoyer für einen Denk- und Weiterbildungsansatz

Zur nachhaltigen Verankerung der Arbeit mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft braucht es mehr als einzelne Flüchtlingsprojekte: Ressourcen müssen gebündelt und PädagogInnen dringend gezielt und breitflächig gefördert werden. Basierend auf Erfahrungen der Projektarbeit in NRW – im Spagat zwischen bildungstheoretischen Debatten und akuten Praxisherausforderungen – wird derzeit ein Weiterbildungs-konzept entwickelt. Neben der Vermittlung von Basiskompetenzen setzt es bei den Potentialen der persönlichen Haltung und der kreativen Praxis an. Ohne Sonderkategorien der Herkunft legt es den Blick auf Gemeinsamkeiten und die Heterogenität einer Gruppe. Vom Individuum ausgehend werden mit Kunst und jugendnahen Themen Zuschreibungen abgebaut. Der Kern von Reflexion und Praxis ist daher Identität und Lebenswelt und zeigt so unmittelbar, dass Andersartigkeit Normalität ist.
Während des Workshops werden einige Bausteine vorgestellt und diskutiert. Gemeinsam sollen Bedarfe überprüft und Möglichkeiten zur Realisation einer solchen Weiterbildung und Plattform für KunstpädagogInnen zusammengetragen werden.
Moderation: Martin Klinkner