Sigrid Pohl

Sigrid Pohl (Kirchliche Pädagogischen Hochschule Wien/Krems)
GRENZüberSCHREITUNGEN

Die krisenhaften ökonomischen, geopolitischen und kulturellen Veränderungen der Gesellschaft, insbesondere die Migrationsbewegungen erfordern mündige Individuen, die die Fähigkeit besitzen, politische Prozesse wahrnehmen und reflektieren zu können. Aufmerksamkeit, Neugier, Interesse schärfen die Dispositionen zur ästhetischen Erfahrung. Diese wiederum bildet die Voraussetzung für die Entwicklung einer Wertorientierung und ist Motivation gesellschaftsrelevante Diskurse zu initiieren.

Die Projekte „ Zäune“, 2015, „Glücksbilder. Die Wirklichkeit der Utopien“, 2015, „Vertrauen in unsicheren Zeiten“,2016, „Gesellschaft, Staat, Gewalt. Was uns zusammenhält“, 2017 waren der Versuch, politische Themen im Rahmen der Lehrveranstaltungen „Textiles Werken“ zu reflektieren und in eine ästhetisch-kulturelle Praxis zu überführen. Die Versuche stehen im Einklang mit dem Erwerb von Grundkompetenzen, welche die Studierenden befähigen, ihrer zukünftigen Rolle als Lehrende erfüllen zu können. Die Arbeiten entstanden im Rahmen von Veranstaltungen der NÖ Forschungs- und Bildungsges. m.b.H. und wurden anlässlich der Symposien in Dürnstein präsentiert.

Inhalt des Workshops
1. Vortrag
-Vorstellung der Projekte anhand von Beispielen von Arbeiten der Studierenden des Lehramts Textiles Werken und Bildnerische Erziehung der Kirchlichen pädagogischen Hochschule Wien/Krems
-Kompetenzen der Studierenden
-Situation des Textilen Werkens in Österreich und Einblicke in das Curriculum der KPH Wien/Krems

2. Textile Aktion
Ausgehend von Werken des zeitgenössischen Künstlers Sakir Gökcebag dient das Schuhwerk der Teilnehmer/innen als Anknüpfungspunkt für individuelle ästhetische Erfahrungen und gruppendynamische Prozesse.
Mitzubringende Materialien: altes T-Shirt, Schere
Moderation: Nadine Lindenthal