Görlich, Kukla

Jutta Görlich, Gerald Kukla

Der interkulturelle Maibaum

SchülerInnen des P-Seminars „Der interkulturelle Maibaum“ übernahmen Patenschaften für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sie ein Jahr lang 1x pro Woche im Alltag begleiteten. An zusätzlichen Workshop-Tagen bauten sie zusammen mit Jugendlichen aus einer Flüchtlingsunterkunft eine Rauminstallation in der schuleigenen Galerie des Wittelsbacher-Gymnasiums.

Wie gestaltet sich kreative Zusammenarbeit, wenn zwei so unterschiedliche Gruppen aufeinander treffen? Schüler mit 11 Jahren bayerischem Kunstunterricht und Geflüchtete, die teilweise so etwas wie Kunstunterricht gar nicht kannten? Spielt das jeweilige, kulturell geprägte Kunstverständnis beim experimentellen Materialumgang überhaupt eine Rolle? Wie interpretieren die Beteiligten das Frühlingssymbol Maibaum? Gibt es international ähnliche Symbole mit regional unterschiedlichen Ausprägungen? Mit diesen und vielen weiteren Fragestellungen beschäftigten sich die Initiatoren vor dem Start des Projektes.

Wie sich rasch herausstellte, schuf die Offenheit des Themas, die Attraktivität des Materials und die Vertrautheit aller Teilnehmer mit dem Motiv Baum unvermittelt eine gute Basis für das gemeinsame Handeln. Das bayerische Motiv Maibaums wurde so im gemeinsamen künstlerischen Tun von vielen mit verschiedener Herkunft spielerisch transformiert.

Moderation: B. Lutz-Sterzenbach